Philosophie

Winzer aus Leidenschaft

never stop thinking

Frank Schönleber im WeinbergSeit 1746 beziehungsweise 1792 ist der Weinbau in den Familien Schönleber und Blümlein bezeugt. In der 12. Generation bewirtschaften wir nunmehr 10 ha Rebfläche, für die mein ehemaliger­ Studienfreund „Tom“ Hillabrand Verantwortung übernimmt. Der gebürtige Franke, ebenfalls Diplom-Oenologe und ein ausgewiesener Experte im Weinberg, praktiziert einen hochwertigen, im Einklang mit der Natur stehenden Weinbau. Die Basis hierfür sind fachkundig gepflegte Weinberge, die zu über 40 Prozent in den priviligierten „Ersten-Gewächs-Lagen“ zu finden sind. Besonderes Augenmerk gilt den alten Reb- stöcken, die uns bei niedrigsten Erträgen hochreife, extrakt-reiche Trauben liefern. 45 Prozent dieser Rebflächen sind über 30 Jahre alt!

Teilbegrünte Rebgassen, wohldosierte, optimale Nährstoffversorgung und nicht zuletzt sehr viel Handarbeit (halbieren der Trauben, entlauben, ausdünnen usw.) bilden die Grundlage für bestmögliche Traubenqualitäten aus jedem Weinjahr. Dabei wird ein möglichst später Erntetermin angestrebt.

Frank Schönleber im WeinbergUnser Rebsortenspiegel lässt keine Wünsche offen. Der Weißweinanteil von 75 Prozent bietet Spielraum für Entdecker: stellt die Erzeugung hochwertiger Rieslinge mit nationalem (und internationalem) Renommé noch immer die besondere Herausforderung dar (Anteil 64 Prozent), so bleibt doch genügend Freiraum für „alles was Spaß macht und schmeckt“: Weißburgunder, Chardonnay und Gewürztraminer verfeinern das attraktive Angebot.

Ihr Vertrauen in unsere Weine ist für uns Genugtuung und Ansporn zugleich. Getreu dem Grundsatz „never stop thinking“ werden alle Arbeitsschritte im Weinberg und in der Kellerei systematisch hinterfragt und optimiert. Dies erfordert mitunter ein hohes Maß an Investitionsbereitschaft. Der Weinausbau selbst vollzieht sich nur selten ohne intensive Diskussion, so dass jeder Jahrgang eine neue Herausforderung darstellt.

Frank Schönleber im WeinbergDie Weißweine reifen im hochmodernen Edelstahlkeller, in den sie nach behutsamer Ganztraubenpressung durch Falldruck gelangen und dort bei Temperaturen zwischen 14° und 18° Celsius kalt vergären. Meine besondere Zuneigung genießt auch der Rotweinkeller, in dem überwiegend Spätburgunder (16 Prozent der Gesamtrebfläche), heranreift. Die selektionierte Handlese und der biologische Säureabbau sind hier die Grundsteine für das Gelingen tiefroter, samtig-dichter Burgunder.

Viel Freude beim Genießen wünscht Ihnen

Dipl.-Ing. Frank Schönleber